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Einblicke in die moderne Landwirtschaft

Bad Bramstedt/ Quarnstedt

Am Mittwoch, den 18.06.2014, bekamen wir, das Biologie-Profil, im Rahmen eines Fachtages Einblicke in die modernen landwirtschaftlichen Betriebe unseres Umfeldes. Organisiert und geplant wurde der Ausflug von dem 13. Jahrgang der Landwirtschaftsschule in Bad Segeberg. Fragen wie „Wie viel wiegt ein Mastschwein?“ oder „Wie viele Ferkel bekommt eine Sau pro Wurf?“ wurden uns vorab von unserem Klassenlehrer Herrn Sieboldt gestellt, wobei sich unsere Klasse bei einigen Fragen schwer getan hat. Diese und weitere Fragen wurden uns dann am „Tag des offenen Hofes“ von den angehenden Landwirten ohne weitere Probleme beantwortet.

Die Klasse LWSGW.13b der Landwirtschaftsschule Bad Segeberg gestaltete nicht nur den Fachtag, sondern stand uns jederzeit zur Verfügung und hatte ein offenes Ohr für die Fragen der Schüler.

Ein guter Start in den Tag fand außerdem auf dem Betrieb Böje mit einem vielfältigen Frühstück statt, wobei die Familie des Betriebes und der Jahrgang der Landwirtschaftsschule für die Organisation sorgten. Gestärkt ging es mit dem Bus weiter nach Quarnstedt zu dem ersten Betrieb von Landwirt Peter Sievers. Der Familienbetrieb besteht seit 1959 und bewirtschaftet die Bereiche Ackerbau, Schweinemast und Biogas. Unsere Klasse wurde in Gruppen eingeteilt und wir bekamen einen Einblick in die drei Bereiche des Betriebes. Peter Sievers ist ein anerkannter Schweine-Erzeuger in Schleswig-Holstein und hält rund 1000 Mastschweine in seinem Betrieb. Durch seinen Ackerbau versorgt er nicht nur das Vieh, sondern betreibt seine Biogasanlage auch mit 50% des Eigenanteils. Während des Rundgangs wurde uns gesagt, dass uns heutzutage durch die Presse ein falsches Bild der Landwirtschaft vermittelt werde. Denn um heute noch in der Wirtschaft bestehen zu können, muss sich der Landwirt an neue Bedingungen und Richtlinien halten, wobei aber die Größe des Betriebes auch eine entscheidende Rolle spielt. Einen Einblick in die Biogasanlage bekamen wir durch den Sohn der Familie, Henning Sievers. Rund 2,5 Mio. Euro wurden für die Biogasanlage investiert. Der erzeugte Strom wird an das Stromnetz Eon angeschlossen, wobei der Eigenbedarf an Strom auch zu 100% gedeckt werden kann. Zum Schluss wurde einer kleinen Gruppe an Schülern, wegen hygienischer Maßnahmen nur mit einem Schutzanzug, ein Einblick in den Schweinestall gewährt. Allgemein ist uns allen aufgefallen, dass der Betrieb sehr sauber gehalten wird. Mit einem gut hinterlassenen Eindruck, auch durch die Gastfreundlichkeit der Landwirte, verabschiedeten wir uns von der Familie Sievers und machten uns auf den Weg zum Milchvieh-Betrieb Münster, welcher sich auch in Quarnstedt befindet. Wie bereits auf dem vorherigen Betrieb die Erfahrung gemacht wurde, empfing uns die Familie Münster herzlich und hieß uns auf deren Hof Willkommen. Der Landwirt Hans-Wilhelm Münster ließ sich 1984 in Quarnstedt nieder. Seine Betriebsfläche umfasst ca. 128 Hektar und gehalten werden in dem Betrieb 160 Milchkühe. Zuerst wurden wir zur Melkanlage geführt, welche direkt an den Stall gebunden und sehr modern ausgestattet ist. 26 Kühe können gleichzeitig an der

großen Anlage gemolken werden. Herr Münster verriet uns, dass am Tage rund 3500 Liter Milch durch seine 160 Kühe gewonnen werden. Obwohl Kritik an der Haltung der Tiere durch einige Mitschüler geäußert wurde, war sich die Mehrheit der Klasse einig, dass der Platz für die Kühe mehr als ausreichend sei. Denn die Kühe dürfen sich frei im Stall bewegen, wobei diesen sogar Liegemöglichkeiten geboten werden. Ein sehr belustigender Fakt war es für unsere Klasse, dass jede Kuh einen Namen von deren Landwirt bekommt, wobei Namen wie „Milka“ oder „Hildegard“ nur eine kleine Liste der kreativen Namensgebung bot. Eine große Freude begegnete uns außerdem bei dem Anblick der Kälber, welche wir ausnahmslos ins Herz schlossen. Die Kälber werden nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und kommen für 3 Wochen in kleine Einzelhütten, wo sie ausschließlich von Milch ernährt werden. Darauf folgt die Haltung der herangewachsenen Kälber in kleineren Gruppen. Die geschlechtsreifen weiblichen Kühe werden folglich von den zwei auf dem Hof sich befindenden Bullen gedeckt, der andere Teil wird verkauft, wobei der Preis für eine Kuh im Bereich zwischen 400-1000€ liegt. Mit einer auch hier informativen Führung und folglich vieler beantworteter Fragen verabschiedeten wir uns von der Familie Münster und machten uns auf den Weg zurück zum Betrieb Böje, wo uns das Mittagessen serviert wurde, welches für viele ein Highlight des Tages bot. Organisiert durch den Sohn der Familie Böje wurde der Klasse ein Spanferkel und ein reichlich gedeckter Tisch an Salaten und Beilagen serviert. Somit fand der gelungene Tag mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken einen schönen Abschluss. Unsere Klasse hat hiermit eine Möglichkeit bekommen, die moderne Landwirtschaft näher zu betrachten und sich ein eigenes Bild machen zu können. Am Ende waren wir uns alle einig, dass es ein aufregender, interessanter und informativer gelungener Tag geworden ist, wobei wir der Klasse LWSGW. 13b der Landwirtschaftsschule Bad Segeberg und allen Mitwirkenden für die Planung und Organisation unseren Dank aussprechen, die uns diesen Ausflug ermöglicht haben.

Ein Bericht von Marina Hillmann (E2g)

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Jürgen-Fuhlendorf-Schule

Düsternhoop 48
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Tel. 04192/879630
Fax 04192/879646

E-Mail: jfs.bad-bramstedt[at]schule.landsh.de

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